Glossar

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A

Abdomen

Der Bauchbereich zwischen den Rippen und der Hüfte

Adult

Erwachsener

Alternative to Transplant (ATT)

Ein Behandlungsziel für ein Herzunterstützungssystem. Der Patient bekommt das VAD als dauerhafte Alternative zu einer Herztransplantation, wenn er zum Beispiel aus medizinischen Gründen kein Kandidat für eine Herztransplantation ist.

Angiogramm

Darstellung der Blutgefäße durch Röntgen. Während eines Angiogramms wird eine Kontrastflüssigkeit in den Blutstrom injiziert und in rascher Abfolge eine Reihe von Röntgenbildern gemacht. Anhand eines Angiogramm des Herzens kann der Arzt erkennen, ob Erkrankungen der Herzkranzgefäße vorliegen.

Antiaggregationsmedikamente

Medikamente, die die Fähigkeit der Blutplättchen zur Verklumpung herabsetzen und so die Blutgerinnung verlangsamen.

Antikoagulationsmedikamente

Medikamente, die die Blutgerinnungsfähigkeit herabssetzen und somit die Bildung von Gerinnseln verhindern.              

Aorta

Körperschlagader

Aortenklappe

Die Herzklappe zwischen dem linken Ventrikel und der Öffnung der Aorta.

Apex

Herzspitze

Arterien

Die großen, muskulösen Blutgefäße, in denen das Blut vom Herzen weg fließt. In der Pulmonalarterie fließt das Blut vom rechten Ventrikel des Herzens zur Lunge. In der Aorta fließt das Blut vom linken Ventrikel in den Körper. Mit einem Durchmesser von ca. drei Zentimetern ist die Aorta die größte Arterie.

Auswurffraktion

Die Auswurffraktion bezeichnet den Anteil des im Herzen befindlichen Blutes, der bei einem Herzschlag aus dem Herzen herausgepumpt wird. Die Auswurffraktion ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Herzens. Die Auswurffraktion eines gesunden jungen Menchen beträgt ca. 65 - 70 %, der Normalwert liegt bei ca. 55 - 60%. VAD-Patienten haben in der Regel Werte unter 25%.

Axial Rotor

Rotor, der sich um seine eigene Achse dreht

Axialpumpe

Nicht pulsierende Rotationspumpe mit axialem, kontinuierlichem Förderstrom

B

Biventrikulär

Beide Herzkammern betreffend

Blutgefäße

Röhrenförmige Strukturen im Körper, in denen das Blut durch den Körper fließt. Sie umfassen Arterien, Kapillarien und Venen. Die Arterien transportieren Blut vom Herzen weg während die Venen Blut zum Herzen transportieren. Die Kapillarien sind sehr feine Blutgefäße, die den Austausch von lebenswichtigen Stoffen wie Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen vom Blut in das umliegende Gewebe ermöglichen.

Blutgerinnsel

Die Umwandlung von Blut und seinen Bestandteilen in eine gallertartige Substanz. Blut neigt beim Kontakt mit Fremdoberflächen oder bei ungünstigen Flusseigenschaften zur Gerinnung.

Blutverdünner

Generell sind in der VAD-Therapie Medikamente zur Verhinderung von Blutgerinnseln und zur Blutverdünnung nötig.

Bridge to Recovery (BTR)

Ein Behandlungsziel für ein Herzunterstützungssystem. Der Patient bekommt das VAD als temporäre Überbrückung, wenn sich das eigene Herz durch die Entlastung wieder erholen kann. Sobald das eigene Herz den Körper wieder ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann, wird das System entfernt und der Patient lebt mit seinem eigenen Herzen weiter.

Bridge to Transplant (BTT)

Ein Behandlungsziel für ein Herzunterstützungssystem. Der Patient bekommt das VAD als Überbrückung bis zu einer Herztransplantation. Sobald ein passendes Spenderherz zur Verfügung steht, wird das Herzunterstützungssystem entfernt und das Spenderherz eingesetzt.

BVAD, beidseitiges Herzunterstützungssystem

Abkürzung für "Bi-Ventricular Assist Device", zu deutsch beidseitiges Herzunterstützungssystem. Ein mechanisches System, das den rechten und den linken Ventrikel eines geschwächten Herzens beim Pumpen unterstützt.         

C

CABG

Abkürzung für "Coronary Artery Bypass Grafting", zu Deutsch "Koronararterien-Bypass". Bei diesem herzchirurgischen Eingriff werden Verschlüsse in den Koronararterien überbrückt und so der Blutfluß zum Herzmuskel wieder hergestellt.

Congenitale Herzfehler

Angeborene Herzfehlbildungen

D

Destination Therapy (DT)

Siehe Alternative to Transplant (ATT)

Dilative Kardiomyopathie

Eine Herzmuskelerkrankung bei der das Herz stark vergrößert ist. Da der Herzmuskel stark überdehnt ist, kann er sich nicht mehr ausreichend zusammenziehen und so nur wenig Blut pumpen.

E

EXCOR®

Extrakorporale Blutpumpe / Herzunterstützungssystem, Produkt der Firma Berlin Heart

Explantieren

Operativ entfernen

Extrakorporal

Außerhalb des menschlichen Körpers, gleichbedeutend mit parakorporal

H

Herzinsuffizienz

Herzschwäche

Herzkammern

Die vier Teilbereiche des Herzens, durch die Blut gepumpt wird.

Herzklappe

Die vier Herzklappen werden in zwei Segelklappen und zwei Taschenklappen unterteilt. Die Segelklappen (Mitral- und Trikuspidalklappe) trennen Vorhöfe und Kammern und werden deshalb auch Atrio-Ventrikular-Klappen genannt. Die Taschenklappen (Aorten- und Pulmonalklappe) verhindern den Rückfluss von Blut aus den Arterien in die Herzkammern.

Herzschlag

Ein Herzschlag besteht aus dem Zusammenziehen (der Kontraktion/ Systole) der beiden Vorhöfe, dicht gefolgt von einer Kontraktion der Ventrikel mit nachfolgender Entspannung (Diastole). Die Häufigkeit, mit der das Herz schlägt (Herzfrequenz), wird unter anderem von der Aktivität des Menschen beeinflusst.

Herztransplantation

Die Verpflanzung eines Spenderherzens von einem Organspender zu einem Organempfänger

Herzversagen

Bei Herzversagen (auch Herzinsuffizienz) ist das Herz nicht in der Lage, genügend Blut durch den Körper zu pumpen. In der Folge werden Muskeln, Organe und Gewebe zu wenig durchblutet. Man unterscheidet zwischen akutem (plötzlich auftretendem) und chronischem (sich über einen längeren Zeitraum entwickelndem) Herzversagen.

I

Idiopathische Kardiomyopathie

Siehe dilative Kardiomyopathie

Implantieren

Operativ einsetzen

INCOR®

implantierbare Blutpumpe / Herzunterstützungssystem, Produkt der Firma Berlin Heart

Intrakorporal

Im Körper - Das INCOR® LVAD ist ein intrakorporales Linksherzunterstützungssystem. Das bedeutet, dass sich die eigentliche Blutpumpe im Körper des Patienten direkt unter dem Herzen befindet.

Intravenös

In die Vene führend

Ischämisch

Ischämisch bedeutet, dass Gewebe oder ein Organ nicht ausreichend durchblutet wird und daher auch nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Ischämische Kardiomyopathie

Eine Herzmuskelerkrankung, bei der der Herzmuskel durch unzureichende Sauerstoffzufuhr geschwächt ist. Die häufigste Ursache dieser Erkrankung ist die koronare Herzkrankheit.

K

Kardiogener Schock

Unzureichende Durchblutung des Körpers und der Organe aufgrund akuten Herzversagens

Kardiomyopathie

Herzmuskelerkrankungen, bei denen sich das Myokardium, der eigentliche Herzmuskel, aus verschiedenen Gründen in seiner Leistung verschlechtert.

Klappe

Eine Klappe stellt sicher, dass das Blut nur in eine Richtung fließen kann. Im gesunden Herzen regeln Klappen den Fluss von Blut aus den Vorhöfen in die Ventrikel und von den Ventrikeln in die Aorta und Pulmonalartrie. Das EXCOR® VAD ist mit Polyurethanklappen oder Kippscheibenklappen erhältlich. Beide Klappentypen stellen sicher, dass Blut nur in die gewünschte Richtung durch die Pumpe und in den Körper fließen kann.

Koronare Herzkrankheit

Bei dieser Erkrankung bilden sich Ablagerungen im Inneren der Herzkranzgefäße. Dadurch wird der Blutfluss und damit die Sauerstoffzufuhr im folgenden Gefäßsystem verringert.

L

LVAD, Linksherzunterstützungssystem

Abkürzung für "Left Ventricular Assist Device", zu deutsch: Linksherzunterstützungssystem. Ein mechanisches System, das den linken Ventrikel eines geschwächten Herzens beim Pumpen von sauerstoffreichem Blut durch den Körper unterstützt.

M

Membran

Die EXCOR® Blutpumpe besteht aus zwei Kammern, der Blutkammer und der Luftkammer. Die Kammern sind durch eine flexible Dreifach-Membran unterteilt. Die Luftkammer wird durch einen Antriebsschlauch mit der Antriebseinheit verbunden. Die Antriebseinheit stellt abwechselnd Über- und Unterdrücke her. Bei Unterdruck wird die Membran in die Luftkammer gezogen und lässt so Blut in die Blutkammer einströmen. Bei Überdruck wölbt sich die Membran in die Blutkammer und verdrängt so Blut aus der Blutkammer heraus, durch die Kanüle zurück in den Körper des Patienten.

Mitralklappe

Die Herzklappe zwischen dem linken Vorhof und dem linken Ventrikel

Myokardiale Revaskularisation

Ein medizinischer Eingriff, bei dem der Blutfluss zum Herzmuskel durch die Neubildung von Gefäßen verbessert wird.

Myokardinfarkt

Bei einem Myokardinfarkt (umgangssprachlich Herzinfarkt) ist der Blutfluss zum Herzmuskelgewebe stark vermindert. Ein Myokardinfarkt ist ein sehr ernstzunehmender Zustand, da er zu schwerwiegenden Schäden und zum Absterben des Herzmuskels führen kann.

Myokarditis

Eine Entzündung des Herzmuskelgewebes mit einhergehender Funktionsschwäche. Sie kann durch verschleppte Erkältungsviren hervorgerufen werden und sogar junge gesunde und sportlich aktive Menschen befallen. Bei der Myokarditis unterscheidet man zwischen der akuten (plötzlich auftretenden) und der chronischen (sich über einen längeren Zeitraum entwickelnden) Verlaufsform. 

Myokardium

Das Muskelgewebe des Herzens, der eigentliche Herzmuskel

P

Parakorporal

Außerhalb des Körpers liegend, gleichbedeutend mit extrakorporal

Pediatric

Für Kinder

Permanente Therapie

Auch DT (Destination Therapy) oder ATT (Alternative To Transplant) genannt

Polyurethan

Das elastische, synthetische Material, aus dem die EXCOR® Pumpe besteht. Das transparente Material ermöglicht regelmäßige Routinekontrollen der Funktion der Pumpe sowie des Pumpeninneren.

Post HT, Post-Herztransplantation

Nach einer Herztransplantation

Postmyokardiale Kardiomyopathie

Eine Herzmuskelerkrankung, bei der der Patient nach einer überstandenen Herzmuskelentzündung eine weitere Herzmuskelerkrankung entwickelt.

Pulmonalarterie

Das große Blutgefäß, das aus der rechten Herzkammer (Ventrikel) hervorgeht und sich dann in eine linke und eine rechte Pulmonalarterie (Lungenarterie) aufteilt. Über diese fließt das Blut dann in den jeweiligen Lungenflügel, wo es mit Sauerstoff angereichert wird.

Pulmonalklappe

Die Herzklappe zwischen dem rechten Ventrikel und der Öffnung der Pulmonalarterie

Pulsatil

Pulsierend, mit nachweisbarer wellenförmiger Schwankungsbewegung

R

Restriktive Kardiomyopathie

Eine Herzmuskelerkrankung, bei der sich der Herzmuskel verhärtet und nicht mehr in der Lage ist, sich richtig auszudehnen und Blut einströmen zu lassen. Die Herzfrequenz und der Herzrhythmus bleiben unverändert. Bei dieser seltenen Erkrankung ist der Blutfluss vom Herzen reduziert.

RVAD, Rechtherzunterstützungssystem

Abkürzung für "Right Ventricular Assist Device", zu Deutsch: Rechtsherzunterstützungssystem. Ein mechanisches System, das den rechten Ventrikel eines geschwächten Herzens beim Pumpen von sauerstoffarmem Blut durch die Lungen unterstützt. Siehe auch VAD, LVAD, BVAD

S

Sepsis

Eine Erkrankung, bei der sich der gesamte Körper durch eine mit dem Blut verbreitete Infektion in einem Entzündungszustand befindet.

Steuereinheit

Die Steuereinheit ist eine externe Komponente des INCOR® Linksherzunterstützungssystems. Sie steuert und überwacht das gesamte System und bildet die Schnittstelle zwischen Pumpe und Stromversorgung. An ihr wird bei Bedarf auch der Laptop angeschlossen.

T

Toxische Kardiomyopathie

Eine Herzmuskelerkrankung, die toxische Substanzen als Ursache hat, zum Beispiel Schwermetalle, Chemikalien, Drogen oder bestimmte Medikamente die z. B. im Rahmen einer Chemotherapie verabreicht werden.

Trikuspidalklappe

Die Herzklappe zwischen dem rechten Vorhof und dem rechten Ventrikel

U

Univentrikulär

eine Herzkammer betreffend

V

VAD

Ventricular Assist Device = Herzunterstützungssystem

Ventrikel

Teil des Herzens, Hauptkammer

Vorhof

Teil des Herzens, den Ventrikeln vorgelagert